(M)Ein Zine, Stempel und der Briefkasten am Rande der Welt


Es ist schon ein wenig her, dass ich ein Zine gemacht habe. Ein Zine ist ein kleines, selbstgestaltetes Heftchen, praktisch ein Mini-Magazin. Hier oder hier (beides Englisch) oder hier (Deutsch) gibt es sehr viele Infos und Beispiele. Die Themen und Inhalte sind meist frei gewählt.

Mein aktuelles Zine.

Ich bin Mitgliedin einer kleinen Zine-Gruppe, in der wir 2x im Jahr (so in etwa im Februar und ungefähr im September) Zines verschicken. Alles auf einer freiwilligen Basis und ohne strenge Vorgaben. Manche arbeiten die feinsten Zines aus und lassen den Druck durch eine Druckerei erstellen. Ich nutze den heimischen Kopierer, denn „rotzen“, wie wir es liebevoll nennen, ist ebenfalls erlaubt. Das waren die Anfänge der Zines: Kopien vom Original Zuhause oder im Copyshop machen (lassen).

Der Nachteil beim heimischen Kopierer oder Drucker: Der weiße Druckrand, den man entweder in Kauf nehmen oder bei der Gestaltung einplanen muss. Ich nutze diesen Nachteil als Vorteil und sehe ihn als Herausforderung.

Auf einem Treffen von kreativen Frauen haben wir dieses Jahr eine Zeichenübung gemalt, bei der lustige Portraits entstanden sind. Das war ein riesen Spaß und die Portraits waren viel zu schön, um sie als Übungsblatt irgendwo versauern zu lassen. Außerdem hatten sie die perfekte Größe. Also habe ich daraus mein Zine gestaltet.









Und weil ein Zine per Post verschickt wird (jedenfalls in unserem Fall), habe ich mir noch ein paar Stempel für den Umschlag geschnitzt, die ich immer wieder für Zine-Post verwenden kann. Quasi Kunst-Merch für den Briefumschlag. Den „Zine Post!“-Stempel habe ich ganz oben schon gezeigt. 
Außerdem gibt es noch einen zweiteiligen KunstKotten-Stempel, den ich auch für andere Post verwenden kann.



Genauso wie den Absenderstempel, den ich sogar schon länger habe. Der hat sich schon bei einigen Postaktionen als sehr hilfreich erwiesen.


Da ich häufig die #PORTO-Briefmarken nutze, die man von Hand auf den Umschlag schriebt, habe ich dafür schnell einen Briefmarkenrand geschnitzt - sieht einfach schöner aus. 


Und dann ging es auch schon zum Briefkasten. Der fühlt sich immer an, als wäre es der Briefkasten am Ende der Welt. Ist er ja auch ein bißchen. Direkt neben der Schafwiese vom Verein, gleich neben dem Postverteilerkasten und der Laterne. An nebeligen Herbsttagen bin ich mir nie sicher, ob diese Stelle nicht irgendwie auch ein Portal in eine Parallelwelt ist.



Aber auch dieses Mal ist alles gut gegangen. Ich bin noch da, der Briefkasten ist noch da, nur die ZinePost, die ist weg - so soll es sein.
Nun freue ich mich auf das Feedback und hoffe, dass das Zine allen gefällt. Und vielleicht gibt es schon Ideen für die nächste Ausgabe. 

Willst Du auch mal ein Zine bekommen?

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